"Wesentlich an der Mistel war und ist, dass ich selbst etwas für mich tun kann" - 100 Jahre Zukunft

Kerstin K., 56 Jahre, Berlin

Ich bekam meine Brustkrebsdiagnose im April 2014. Nach Brusterhaltender Therapie links und sekundärer Nachresektion im Mai 2014 lehnte ich die Empfehlung der Tumorkonferenz (Chemotherapie, Bestrahlung, Antikörper- und Antihormontherapie) im Krankenhaus Havelhöhe ab, begann aber gleich mit der Misteltherapie (verschiedene Präparate), die ich bis heute – also seit über drei Jahren – fortsetze.

Vor mehreren Jahren hatte ich schon positive Erfahrungen mit einem Mistelpräparat wegen einer Endometriose gemacht, die damit erfolgreich wieder zurückging. Auch deshalb fiel es mir nicht, mir die Mistel selbst zu spritzen.

Meine positive Einstellung zur Misteltherapie half mir auch über ein Lokalrezidiv im Oktober 2014. Nach dieser Diagnose entschied ich mich für die neoadjuvante Chemo plus Herceptin und die Behandlung und die Ablatio der Brust mit postoperativer Radatio. 

Wesentlicher Aspekt für mich in der Misteltherapie war und ist, dass ich selbst aktiv etwas für die Stärkung meines Immunsystems und damit auch mein Wohlbefinden tun konnte und kann. Mich regelmäßig und aufmerksam um mich selbst zu kümmern und auch auf mögliche Erstreaktionen meines Körpers nach der Injektion der Mistel zu achten, waren ebenfalls hilfreiche Aspekte.

Natürlich nutze ich seit der Diagnose auch andere biologische, seelische und geistige Stärkungsmittel, da mir die Komplexität der Krebserkrankung wohl bewusst und die ganzheitliche Sichtweise sehr vertraut ist.